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Argumente

Ausgangslage

Die heutige Situation ist unhaltbar, weil die Zeit fĂŒr eine gute, sichere und menschliche Pflege fehlt. Die Pflegenden sind chronisch ĂŒberlastet, erschöpft und frustriert. Viele gut ausgebildete Pflegende verlassen den Beruf nach wenigen Jahren. Es braucht genĂŒgend und gut ausgebildete Pflegende, welche im Rahmen ihrer Kompetenzen gute Pflege leisten – in allen Gesundheitsinstitutionen. Nur so schaffen wir mehr Zeit fĂŒr die Pflege von kranken und verunfallten Menschen.

Ein Ja zur Pflege beseitigt den Pflegenotstand und sichert die PflegequalitÀt. Die Pflegeinitiative fordert:

1. Mehr Pflegende ausbilden - Ausbildungsoffensive starten

Bund und Kantone mĂŒssen in die Ausbildung investieren, damit in der Schweiz mehr Pflegepersonal ausgebbildet und unsere AbhĂ€ngigkeit vom Ausland reduziert wird. Mit höheren Ausbildungslöhnen nimmt die AttraktivitĂ€t der Pflegeausbildungen zu und die Anzahl der Berufseinsteiger:innen steigt.

2. Berufsausstiege verhindern - Arbeitsbedingungen verbessern

Die Arbeitsbedingungen mĂŒssen verbessert werden. Es braucht eine verlĂ€ssliche Zeit- und Dienstplanung, familienfreundliche Strukturen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Der Lohn muss den hohen Anforderungen und der hohen Belastung entsprechen.

Pflegefachpersonen sollen typische pflegerische Leistungen eigenverantwortlich abrechnen können. Bei vielen Pflegeleistungen ist die Àrztliche Unterschrift unnötig und ein administrativer Leerlauf.

3. PflegequalitĂ€t sichern - genĂŒgend Pflegende garantieren

Die ĂŒbermĂ€ssige Belastung durch den Mangel an verfĂŒgbaren FachkrĂ€ften muss reduziert werden. FĂŒr eine hohe PflegequalitĂ€t und die Sicherheit der Patient: innen braucht es auf allen Abteilungen genĂŒgend Pflegefachpersonen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Patientensicherheit und Ausbildungsstand des Pflegepersonals besteht. GenĂŒgend diplomiertes Pflegefachpersonal verringert das Komplikations- und Sterberisiko sowie unnötiges Leid der Patient:innen. Und es zahlt sich auch finanziell aus: Unnötige Kosten in Milliardenhöhe durch vermeidbare, zu lange oder wiederholte Spitalaufenthalte werden vermieden.

Eine angemessene Abgeltung der Pflegeleistungen ist die Voraussetzung dafĂŒr, dass SpitĂ€ler, Psychiatrien, Rehabilitationszentren, Alters- und Pflegeheime sowie Spitex genĂŒgend und gut ausgebildete Pflegende anstellen, die Arbeitsbedingungen verbessern und angemessene Löhne bezahlen können.

Argumentarium hier herunterladen (PDF)

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1 Bericht des Bundesrates vom 9. Dezember 2016 «Demografischer Wandel in der Schweiz: Handlungsfelder auf Bundesebene», Link

2 Bundesamt fĂŒr Statistik BfS Aktuell (2015), Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung 2015-2045, S. 6 f., Link

3 Schweizer Jobradar - 3. Quartal 2021

4 Gesundheitspersonal in der Schweiz – Nationaler Versorgungsbericht 2021, Link

5 Obsan Bericht 01/2021, Berufsaustritte und Bestand von Gesundheitspersonal in der Schweiz, Eine Analyse auf Basis der Strukturerhebungen 2016–2018, Link
6 Zu- und Abwanderung von auslÀndischen PflegefachkrÀften, Link Obsan